Risikolebensversicherung
Die Risikolebensversicherung gilt als Klassiker unter den Lebensversicherungen. Sie sichert die Angehörigen im Todesfall ab und ist bereits für geringe monatlichen Beiträgen zu haben. Die Risikolebensversicherung ist deshalb so günstig, weil der Versicherte kein Kapital anspart sondern nur eine Auszahlung einer Summe vereinbart, die die Angehörigen im Todesfall bekommen.
Die Risikolebensversicherung ist deshalb so beliebt, weil sie schon für kleines Geld zu haben ist. Hier gilt das, was in weiten Teilen der Branche gilt: Je früher man anfängt, desto günstiger sind die Beiträge. Wer mit 25 eine Police unterschreibt, darf sich über wesentlich geringere Beiträge freuen als ein Familienvater mitte 40.
Die wohl größte Hürde auf dem Weg zur Risikolebensversicherung bleibt wohl immernoch die berüchtigte Gesundheitsprüfung. Wer mehrere Bandscheibenvorfälle, einen Herzinfarkt und ein Burnout-Syndrom hinter sich hat, wird wohl keine Versicherung mehr bekommen. Die Höhe der möglichen Risikozuschläge richtet sich nach der Freizeitbeschäftigung und den Vorerkrankungen, außerdem führen Nikotinabhängigkeit und Übergewicht zu Risikzuschlägen.
Bis 250 000 Euro erwarten die Versicherungsunternehmen bei der Risikolebensversicherung oft nur eine Krankheitsgeschichte der letzten fünf Jahre. Bei Policen ab 250 000 Euro muss in der Regel die Krankheitsgeschichte der letzten 10 Jahre dokumentiert werden. Außerdem werden die Gesellschaften sich intensiver mit den behandelnden Ärzten austauschen, die der Versicherte in der Police angibt.
Bei der Berechnung von Risikozuschlägen spielt außerdem die Freizeitbeschäftigung des Versicherten eine wichtige Rolle. Stark vereinfacht gesagt: Der Extrem-Sportler hat mit wesentlich höheren Zuschlägen zu rechnen als der Hobby-Pianist.
Grundsätzlich ist es Jedem empfohlen bei der Gesundheitsprüfung exakte Angaben zu machen und keine Details zu verschweigen. Im Ernstfall kann die Versicherungsgesellschaft bei Falschangaben die Leistung einschränken oder ganz verweigern.
Wer eine Risikolebensversicherung abschließen möchte, hat im Internet viele Möglichkeiten die besten Angebot zu vergleichen. Es gibt eine Vielzahl unabhängiger Webseiten, die dem Interessenten das beste Angebot herausfiltern. Besonders die Ergo-Direkt und die Hannoversche Leben bieten ihren Kunden günstige Policen an.
Beide Unternehmen bieten eine Risikolebensversicherung für weniger als 15 Euro im Monat an, wobei die Hannoversche Leben hier in vielen Bereichen punkten kann, wo die Ergo-Direkt scheinbar hinterherhinkt. Zu den Gemeinssamkeiten dieser beiden Angebote gehört die Absicherung bei tödlichem Krankheitsverlauf. Die Familie ist also abgesichert, ob der Versicherte nun bei einem Autounfall plötzlich stirbt oder einem langwierigen Krebsleiden erliegt.
Die Beitragsfreistellung ist auch bei beiden Angeboten der Risikolebensversicherung möglich. Das bedeutet der Versicherte kann es sich auch mal erlauben die Versicherung ruhen zu lassen und keine Beiträge zu zahlen, wenn er dazu nicht in der Lage ist.
Bei der Anzahl der Gesundheitsfragen, scheint zunächst die Ergo-Direkt der Gewinner zu sein. Während die Hannoversche Leben 23 Fragen stellt, werden bei der Ergo-Direkt mit 13 Fragen wesentlich weniger Angaben erwartet. Diesen scheinbaren Nachteil kann die Hannoversche Leben durch den Zeitraum der Angaben wieder ausgleichen. Während sich die Gesundheitsfragen der Hannoverschen Leben nur auf die letzten fünf Jahre bezieht, möchte die Ergo-Direkt Informationen über die letzten zehn Jahre.
Es wird also deutlich, dass es kaum die beste Risikolebensversicherung gibt, sondern dass die Policen viel mehr ihre Stärken und Schwächen in unterschiedlichen Kriterien haben. Alleinverdiener sollten sich auf jeden Fall um diese günstige Form der Familienabsicherung bemühen und eine Risikolebensversicherung abschließen.